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Kranken- und Pflegeversicherung

(Stand 01.01.2017)

 

Für Sie als Kindertagespflegeperson, die nicht mehr als fünf gleichzeitig anwesende Kinder betreut, gelten nach Maßgabe der durch das KiföG geänderten §§ 10 und 240 SGB V folgende Erleichterungen:

 

1. Familienversicherung (§10 SGB V) ist

  • bei selbstständiger Tätigkeit bis zu einem Gesamteinkommen von 425,00 € möglich. Gemeint ist hier der steuerrechtliche Gewinn; Betriebsausgaben sind abzuziehen.
  • bei Anstellung im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung im Haushalt der Eltern bis zu einem max. Einkommen von 450,- € möglich.

 Die Familienversicherung beinhaltet auch die Pflegeversicherung.

 

2. Freiwillig gesetzlich versichert
    bei einem ermäßigten Beitragssatz von ca. 138,83 € (incl. Pflegeversicherung)

  • bis zu einem steuerrechtlichen Gewinn von 991,67 € möglich. Gemeint ist hier der steuerrechtliche Gewinn, die Betriebsausgaben sind abzuziehen.

    Die verringerten Beiträge beruhen auf der Einordnung der Tätigkeit in der Kindertagespflege als "selbstständig tätig im Nebenerwerb."

 

Achtung: Sollte Ihr Ehegatte nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied sein, könnten andere Bestimmungen gelten. Bitte wenden sie sich dann an ihre Krankenkasse.

 

 

3. Freiwillig gesetzlich versichert

Bei einem Einkommen von mehr als 991,67 € werden die  prozentual gültigen Beitragssätze am tatsächlichen steuerrechtlichen Einkommen berechnet. Gleiches gilt für die Pflegeversicherung.

 

 

Kostenerstattung

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden Ihnen als Kindertagespflegeperson mit gültiger Pflegeerlaubnis zur Hälfte vom Jugendhilfeträger der Hansestadt  bzw. des Landkreises Lüneburg erstattet.
Vgl. Satzung Hansestadt bzw. Satzung Landkreis Lüneburg

Als Höchstbetrag der Aufwendungen werden die Mindestbeiträge der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge angesehen. Die Beitragsaufwendungen sind nachzuweisen.

 

 

Empfehlung

 

Die Voraussetzungen für den Nachweis der Tätigkeit in der Kindertagespflege legt die jeweilige Krankenkasse fest. Die Pflegeerlaubnis ist in der Regel für selbstständig tätige Kindertagespflegepersonen der geforderte Nachweis. Bei rein privatrechtlichen Betreuungsvereinbarungen (Anstellung als Kinderbetreuungsperson im Haushalt der Eltern)  könnten entsprechende Arbeitsverträge als Nachweis dienen.

 

Krankengeld

 

Mit den gesonderten Vereinbarungen für die Kindertagespflege entfällt das Anrecht auf Krankengeld gemäß §§ 44 ff. SGB V. Das bedeutet für Sie als Kindertagespflegeperson, dass Sie sich vor Tätigkeitsbeginn von ihrer Krankenkasse diesbezüglich beraten lassen sollten. Möglicherweise ist die private Vorsorge eine mögliche zusätzliche Absicherung. Gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII ist das Jugendamt auch hier in der Verantwortung, entsprechende Beiträge zu erstatten.