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Haftpflichtversicherung

Mit Vertragsschluss zur Betreuung des Kindes in der Kindertagespflege stellt sich die Frage für Sie als Eltern, wie ist es mit der Haftpflichtversicherung des Kindes während der Kindertagesbetreuung?

Kinder, die noch nicht das 7. Lebensjahr vollendet haben, sind gemäß § 828 BGB deliktunfähig. Sollten diese Kinder einer Dritten Person einen Schaden zufügen, sind die Kinder dafür nicht haftbar. Schäden werden über die Berufshaftpflicht der Tagespflegeperson geltend gemacht, sonst über die Private Haftpflichtversicherung der Eltern.

Wer ist haftungspflichtig? 

Als sorgeberechtigte Eltern übertragen Sie per Vertrag einen Teil ihrer elterlichen Sorge gemäß §1626 BGB, die sogenannte Aufsichtspflicht, an die ausgewählte Kindertagespflegeperson oder Kinderbetreuungsperson.  Diese Betreuungsperson haftet für Sach- und Personenschäden, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt hat. Wer also als Kindertagespflegeperson oder Kinderbetreuungsperson tätig ist, muss ausreichend Haftpflicht versichert sein.

Die Haftpflichtversicherung muss Schäden decken, die das Tageskind selbst erleidet und Schäden decken, die dritten Personen gegenüber entstehen.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Kinderbetreuungsperson eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat

Die Deliktsunfähigkeitsklausel ist im Versicherungsvertrag gesondert geregelt. Ist diese im Vertrag vereinbart, verzichtet der Versicherer auf die Prüfung der Aufsichtspflichtverletzung.  

Wurde die Aufsichtspflicht nicht verletzt (ggf. juristische Klärung), kann die private Haftpflichtversicherung der Eltern zahlen.